Vater spielt mit seinem Baby

Was kostet ein Vaterschaftstest?

Bezweifelt der Vater eines Kindes, dass dieses wirklich von ihm ist, sollte er einen Vaterschaftstest durchführen. Die Kosten für einen Vaterschaftstest hängen dabei von dem konkreten Ziel und der Genauigkeit des Testergebnisses ab. Ein Vaterschaftstest kann zwischen 150 und 500 Euro kosten, womit das Ende der Fahnenstange jedoch noch nicht erreicht ist. Abhängig von den konkreten Umständen und Zielen des Vaterschaftstests können die Kosten in der Endsumme auch 2.000 Euro oder mehr betragen.

Kosten des Vaterschaftstests aus dem Internet

Im Internet gibt es zahlreiche Anbieter, bei denen man private Vaterschaftstests bestellen kann. Derartige Produkte kosten teilweise nur etwa 10 Euro plus Versand, was nicht teuer ist. Nicht vergessen darf man die Folgekosten, denn das erhaltene Vaterschaftstest-Set allein reicht nicht aus. Ein Vaterschaftstest setzt eine Analyse von DANN-Proben im Labor voraus. Der Test aus dem Internet dient lediglich der Entnahme der Proben, welche dann an den Anbieter zur Analyse zurückgeschickt werden. Die Analyse wird von dem Anbieter zusätzlich in Rechnung gestellt.

Ein einfacher privater Vaterschaftstest ist im Internet schon für 179 Euro inklusive Auswertung erhältlich. Sonderleistungen wie die Einbeziehung von DNA-Proben der Mutter, der Verwendung von Blut statt eines Mundschleimabstrichs, weitere Gutachten und Dokumente werden separat abgerechnet. Die Preise unterscheiden sich bei den Anbietern teilweise enorm, so dass ein Vergleich des Leistungsumfangs des Tests und der Kosten von möglicherweise benötigten Zusatzleistungen sehr wichtig ist.

Behördlich anerkannte Vaterschaftstests kosten mehr

Preiswerte Vaterschaftstests aus dem Internet sind nicht für die Verwendung vor Gericht geeignet, so dass man, beispielsweise in einem Sorgerechtsstreit, automatisch mit höheren Kosten rechnen muss. Für die Verwertbarkeit vor Gericht eignen sich Tests aus dem Internet nicht, denn die Probeentnahme muss von einem Arzt durchgeführt und dokumentiert werden. Die Kosten eines Vaterschaftstests betragen in einem solchen Fall mindestens 100 Euro pro untersuchter Person.

Hinzu kommen die Kosten für die Dokumentation, Personenidentifikation und Probeentnahme seitens des Arztes. Zusätzlich ist die Ausstellung eines gerichtlich und behördlich verwertbaren Gutachtens ebenfalls mit Kosten in Höhe von etwa 200 Euro verbunden. Ein gerichtsverwertbarer Vaterschaftstest kostet also im günstigsten Fall ca. 500 Euro.

Weitere Kostenfaktoren des Vaterschaftstest

Die Kosten für einen Vaterschaftstest hängen zusätzlich von sehr vielen Faktoren ab. Für einen amtlich anerkannten Test muss dieser bestimmte Kriterien erfüllen, die man bei einem rein privaten Test übergehen kann. Hierbei spielen Faktoren wie die Anzahl der untersuchten Genorte oder die Einbeziehung der Mutter in den Test eine Rolle, aber ebenso, ob der Anbieter zertifiziert ist und ob der Sitz des Labors im Ausland oder in Deutschland ist.

Schließt man eventuelle Anwalts- und Gerichtskosten als Folgekosten eines Vaterschaftstests mit ein, können die genannten Kosten von mindestens 500 Euro schnell den Bereich von mindestens 2.000 Euro erreichen. Die Kosten eines Vaterschaftstests sind privat zu tragen. Im Falle einer unbegründeten Vaterschaftsanfechtung werden die Kosten allein dem Vater auferlegt. Stellt sich dagegen raus, dass der Vater tatsächlich nicht der biologische Vater ist, werden die Kosten je zur Hälfte auf beide Elternteile verteilt. Ein Sonderfall ist, wenn der Vaterschaftstest vom Jugendamt angestrengt wird. In einem solchen Fall zahlt zunächst die Behörde für den Test, fordert das Geld aber von dem tatsächlich ermittelten Vater wieder zurück.

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